Anschlag auf Auto von Cottbuser Kommunalpolitikerin

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Ein brennendes Auto wird von der Feuerwehr gelöscht.
Ein brennendes Auto wird von der Feuerwehr gelöscht. (Bild: Ah_Riz_Ko auf Pixabay)

(Cottbus, 03.08.20) In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde das Auto der Cottbuser Kommunalpolitikerin Barbara Domke (Bündnis 90/ Die Grünen) vermutlich Ziel eines Anschlags. Wie aus Parteikreisen zu erfahren war, wird hinter der Tat die rechtsextreme Szene vermutet.

Die Cottbusser Landtagsabgeordnete Ricarda Budke erklärte dazu:

„Ehrenamtliches und kommunales Engagement sind ein Rückgrat unserer Demokratie und Gesellschaft. Barbara Domke ist eine Stadtverordnete, die sich seit Jahren in unserer Stadt beispielhaft gegen Rechtsextremismus und für Vielfalt einsetzt. Dafür erhielt sie bereits in der Vergangenheit Drohungen – heute Nacht hat das Ganze mit der Zerstörung ihres Autos eine neue Qualität erreicht. Dass sich engagierte Menschen und Geflüchtete in Cottbus  immer noch vor solchen Angriffen fürchten müssen, ist schrecklich! Die Zerstörung von Eigentum und die Bedrohung von Leib und Leben von engagierten Menschen darf keine Normalität werden. Im Parlament müssen wir Demokrat*innen uns weiter gegen solches geistiges Brandstiftertum und die Verrohung der Gesellschaft einsetzen. Aber ich rufe auch alle Cottbusser*innen auf: Setzen wir uns gemeinsam für eine friedliche und vielfältige Gesellschaft ein!”

Zum Hintergrund:

Schon seit Langem werden Kommunalpolitiker*innen und ihre Familien in Brandenburg und im ganzen Bundesgebiet bedroht und angegriffen. Die Stadtverordnete Barbara Domke ist seit Jahren Angriffen aus der rechtsextremen Szene ausgesetzt. 2017 wurde sie am Rand einer AfD-Demonstration bedroht. Im letzten Jahr wurde der damalige Täter zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt.

(red/pm)

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