Breitbandausbau in der Lausitz: Schaufeln in Aktion, statt Scheckübergaben

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(Bild: Hans Braxmeier auf Pixabay)

Heute trafen sich etwa 70 Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, um sich über den aktuellen Stand zum Ausbau des Breitbandnetzes in Südbrandenburg zu informieren und die Anforderungen der Wirtschaft an die Politik heranzutragen.

Bei der IHK-Fachveranstaltung gab Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Einblick in die strategischen Planungen des Bundes. Torsten Fritz, Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung und Digitalisierung im Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg klärte zum Sachstand des Breitbandausbaus in Südbrandenburg auf. Außerdem wurden praxisbezogene Projekte, wie beispielsweise „Luckau.digital“ vorgestellt und Anforderungen der Wirtschaft z. B. durch die uesa GmbH formuliert.

Benjamin Andriske, Vizepräsident der IHK Cottbus: „In 2019 sind immer noch nicht alle Gewerbegebiete in Südbrandenburg mit Glasfaserverbindungen ausgestattet. Das allein zeigt, dass wir endlich Schaufeln in Aktion statt weiterer Scheckübergaben für Fördergelder benötigen. Wenn wir eine erfolgreiche Strukturentwicklung schaffen wollen, ist der schnelle Aufbau einer konkurrenzfähigen digitalen Infrastruktur, gerade für kleine und mittlere Unternehmen in der Region, eine Grundvoraussetzung.“

Von Beantragung bis Fördermittelbescheid vergehen zum Teil zwei bis drei Jahre. Diese Zeitspanne sei viel zu lang. Hier sollten Bund und kommunale Behörden enger zusammenrücken sowie die Verfahren unbürokratischer und somit schneller gestalten.

Zuvor besuchten Staatssekretär Bilger, Torsten Fritz, Dr. Klaus-Peter Schulze (Mitglied des Deutschen Bundestages) und IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle das IT-Unternehmen „hyperworx Medienproduktionen“ in Cottbus.

„Als IT-Unternehmen sind wir und unsere Kunden zwingend auf gute Breitbandverbindungen angewiesen – sowohl im Bereich der Funk- als auch der Kabelabdeckung. Da haben wir in Südbrandenburg noch große Lücken. Für uns ist es deshalb ein gutes Zeichen, dass sich der Staatssekretär ein Bild von der Lage vor Ort gemacht hat. Wir hoffen, dass dieses Interesse nun in schnelle Maßnahmen mündet“, so Leif Scharroba, Geschäftsführer der hyperworx Medienproduktionen.

Durchgeführt wurde die Veranstaltung in Kooperation mit Dr. Klaus-Peter Schulze, Mitglied des Deutschen Bundestages und der „Wirtschaftsinitiative Lausitz“ (WiL). (pm)

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