Ende Gelände besetzt Tagebau und Kraftwerke

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Baggerbesetzung durch Ende-Gelände-Aktivisten
Baggerbesetzung durch Ende-Gelände-Aktivisten (Foto: 350.org/flickr.com unter CC BY 2.0)

(Erkelenz, 26.09.2020) Rund 3.000 Aktivist*innen von Ende Gelände blockieren seit heute Morgen erfolgreich Kohle- und Gasinfrastruktur im Rheinischen Kohlerevier. Die Aktionsgruppen gelangten in den Tagebau Garzweiler, zum Kohlebunker am Tagebau Garzweiler, in das Kohlekraftwerk Weisweiler und zum Gaskraftwerk Lausward bei Düsseldorf.

„Wir sind heute hier, um Erdgas als Klimakiller zu entlarven. Sauberes Erdgas ist eine dreckige Lüge. Es ist Wahnsinn, Milliarden in Erdgas, Pipelines und Frackinghäfen statt in Erneuerbare Energien zu investieren. Erdgas ist eine fossile Sackgasse und keine Brücke in die Zukunft“, sagt Kim Solievna, Pressesprecherin von Ende Gelände.

Erstmalig blockiert Ende Gelände in diesem Jahr auch Gasinfrastruktur, die derzeit stark ausgebaut wird. Bei der Produktion und dem Transport des Erdgases wird Methan freigesetzt, was ein deutlich stärkeres Treibhausgas als CO2 ist. Damit ist Gas über die gesamte Produktionskette genauso klimaschädlich wie Kohlekraft [1].

Lina Gobbelé von Fridays for Future ergänzt: „Nachdem wir gestern an über 450 Orten in Deutschland für Klimagerechtigkeit gestreikt haben, demonstrieren wir heute zusammen mit Ende Gelände im Rheinland für einen schnellen Kohleausstieg. Die Klimagerechtigkeitsbewegung ist vielfältig, entschlossen und ungehorsam. Kein Grad weiter – heißt keinen Meter weiter für die Kohlebagger!“

Ab 12 Uhr demonstriert Fridays for Future zusammen mit der Initiative Tagebau-Betroffener „Alle Dörfer bleiben!“ am Tagebau Garzweiler für einen schnellen Kohleausstieg und den Erhalt der bedrohten Dörfer.

[1] Studie der Energie Watch Group: http://energywatchgroup.org/wp-content/uploads/EWG_Erdgasstudie_2019.pdf

(pm)

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