FridaysForFuture kündigt weltweiten Klimastreik am 24. April 2020 an

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Klimastreik mit Fridays for Future
(Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)

Für Freitag, den 24. April 2020, ruft die FridaysForFuture-Bewegung zum nächsten globalen Klimastreik auf. Nachdem bereits im vergangenen Jahr an vier Aktionstagen weltweit für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels gestreikt wurde, soll der Druck auf die Entscheidungsträger*innen im April aufrechterhalten werden.

Besonders im Fokus stehen in Deutschland Verkehrs- und Energiesektor, in denen die Emissionen durch die Blockadehaltung der Bundesregierung nach wie vor nicht mit dem Pariser Klimaabkommen kompatibel sind.

“14 Monate nach dem Beginn der Klimastreiks ist die Große Koalition noch weiter vom 1,5-Grad-Ziel entfernt – allein das sollte Motivation genug sein, jetzt auf keinen Fall damit aufzuhören. Durch die Klimagerechtigkeitsbewegung ist die Klimakrise zwar endlich auch in Deutschland zum Top-Thema geworden, doch all das hilft nichts, wenn die Bundesregierung wie etwa im Verkehrssektor weiter jeden Fortschritt blockiert. Jetzt liegt es an uns, in diesem Jahr noch unbequemer zu werden, damit sich die vergangenen Monate nicht wiederholen können”, so Jaro Abraham aus Potsdam.

Während die Planungen für den Aktionstag noch am Anfang stehen, haben bereits gestern FridaysForFuture-Gruppen in über 120 Städten ihre Streiks für den Tag angekündigt. Im Laufe der kommenden Wochen werden Proteste in weiteren Städten dazukommen. “In nahezu allen Ländern haben die Regierungen im letzten Jahr auf ganzer Linie versagt. Während besonders in Deutschland alles dafür getan werden sollte, dass Kohle, Öl und Gas bald der Vergangenheit angehören, sendet die GroKo etwa mit der Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks Datteln IV ein fatales Zeichen in die Welt. Statt die Kohleindustrie mit Milliardensummen künstlich am Leben zu erhalten und den Ausbau der Windkraft durch absurde Abstandsregelungen faktisch zu beenden, muss die Energiewende konsequent angegangen werden. Nur wenn wir mit FridaysForFuture den Druck auf Altmaier, Scheuer und Co. hochhalten, wird sich an diesem Katastrophen-Kurs überhaupt etwas ändern”, ergänzt Christina Schliesky aus Hochneukirch.

(pm)

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