»Judenfeindschaft in Deutschland« – offene Vorlesung an der BTU Cottbus

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Antisemitische Schmiererei
Antisemitische Schmiererei (Foto: Antisemitische Beschmierung von Forum gegen Antisemitismus/flickr.com unter CC BY 2.0)

Immer wieder gibt es in den Medien besorgniserregende Berichte über antisemitische Übergriffe. Judenfeindschaft ist nicht neu und reicht bis in die Antike zurück. Ausgehend von einer historischen Retrospektive fragt Professor Brechenmacher in seinem Vortrag nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten zwischen dem Judenhass des 19. Jahrhunderts und dem unserer Gegenwart. Hierbei geht er insbesondere darauf ein, in welcher Gestalt uns Antisemitismus begegnet und wie er erkennbar ist. Die Veranstaltung wird mit einer angemessenen musikalischen Begleitung durch Beiträge des Studiengangs Instrumental- und Gesangspädagogik der BTU umrahmt.

Prof. Dr. Thomas Brechenmacher studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie in München und promovierte 1995 an der Freien Universität Berlin. 2003 habilitierte er sich für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München, an welcher er darauffolgend als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete. 1998 wurde er zum zweiten Vorstand der Forschungsstelle deutsch-jüdische Zeitgeschichte e.V. ernannt. Von 2003 bis 2004 war er Gastdozent am Deutschen Historischen Institut Rom und von 2005 bis 2006 wissenschaftlicher Oberassistent an der Universität Passau. Seit 2008 ist er als Professor für neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt deutsch-jüdische Geschichte am Historischen Institut der Universität Potsdam tätig.

Die Vorlesungsreihe »Open BTU« bietet interessante Einblicke in spannende Wissenschaftsgebiete. In die interdisziplinären Vorträge fließen aktuelle Forschungsansätze der BTU Cottbus-Senftenberg ein. Mit diesem für alle Interessierten offenen Bildungsformat unterstützt das Weiterbildungszentrum der Universität lebenslanges Lernen und fördert den Wissens- und Ideentransfer in der Region, indem es gesellschaftlich relevante Fragestellungen aufgreift. Dabei kooperiert die BTU mit anderen Hochschulen und Institutionen. Nach jedem Vortrag besteht die Gelegenheit für Fragen und den Austausch mit den Referierenden. Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem breit gefächerten Veranstaltungsangebot teilzunehmen. (pm)

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