Piccolo Theater Cottbus gewinnt Theaterpreis des Bundes 2019

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Eine Heimatbetrachtung des Piccolo Theaterjugendklubs
KRG. – Eine Heimatbetrachtung des Piccolo Theaterjugendklubs Foto: Michael Helbig

Die Preisträger stehen fest. Die Jury des diesjährigen Theaterpreis des Bundes, bestehend aus Jörg Albrecht , Sophie Diesselhorst, Dorte Lena Eilers, Bettina Jahnke, Ulrike Kolter und Matthias Schulze-Kraft hat entschieden. Elf Theater werden mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. Neben der bundesweiten Aufmerksamkeit bedeutet dies auch 75.000 € für künstlerische Vorhaben, welche jedem Theater zukommen.

Die Preisträgertheater sind:

Theater Thikwa, Berlin
Piccolo Theater Cottbus
Theater Erlangen
Theaterwerkstatt Pilkentafel, Flensburg
Boat People Project, Göttingen
Oper Halle
Helios Theater, Hamm
Puppentheater Magdeburg
Landestheater Schwaben, Memmingen
Ringlokschuppen Ruhr, Mülheim
Theater Rampe, Stuttgart

Der Preis richtet sich an kleine und mittlere Theater, welche mit ihrem kulturellen Angebot, mit Theaterproduktionen, Gastspielen und partizipativen Projekten, in die Stadtgesellschaft hineinwirken. Vor allem auf Häuser jenseits der Metropolen, abseits der Theaterzentren sollte der Blick gerichtet werden. Und so sind unter den Preisträgern nur zwei Theater aus Städten mit mehr als 300.000 Einwohner*innen.

Jurybegründung für das Piccolo

Piccolo Theater –Cottbus

Das Piccolo Theater in Cottbus ist wesentlich größer als sein Name vermuten lässt: gegründet 1991 vom Regisseur und Musiker Reinhard Drogla, ist es das größte Kinder-und Jugendtheater in Brandenburg und verfügt seit 2011 über einen modernen Neubau mitten in der Stadt.

Auf zwei Spielstätten mit je 127 und 70 Plätzen werden Schauspiel, Tanz und Puppenspiel gezeigt: politisch, nahbar und immer am Nerv der Zeit: erst im letzten Jahr hatte Brandenburgs AfD die preisgekrönte Inszenierung „KRG“ im Visier, die vor den Gefahren des Faschismus warnt.

Der Landtagsfraktionschef Andreas Kablitz hinterfragte die finanzielle Förderung des Theaters und erkundigte sich „wie viele Stücke mit dezidiert aktuellem gesellschaftlichem und oder politischem Bezug ähnlich dem Theaterstück „KRG“ in dieser Legislaturperiode im Piccolo aufgeführt“ wurden. Wer die Geschichte des Piccolo Theaters kennt, weiß: es sind viele und es werden in Anbetracht der politischen Lage noch weitere folgen: für ein demokratisches, offenes und buntes Cottbus, für die Freiheit der Kunst: denn dafür steht das Piccolo Theater und dafür zeichnet die Jury das Team aus. (pm)

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