Stadt Cottbus/Chóśebuz führt Biotonne ein – Anmeldung ab sofort möglich

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Biomüll Biotonne
(Bild: kalhh auf Pixabay)

Jeder Eigentümer, dessen Grundstück im Gebiet der Stadt Cottbus liegt und an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen ist, kann eine 120-Liter-Biotonne bestellen. Sie dient zur Sammlung von Küchen- und Gartenabfällen. Die Bereitstellung der Biotonne ist ein Angebot der Stadt Cottbus, das freiwillig in Anspruch genommen werden kann. Einen Anschlusszwang gibt es nicht. Die Abgabemöglichkeit für Grün-, Strauch- und Baumschnitt auf den Wertstoffhöfen bleibt unverändert bestehen.

Die Entsorgung wird über eine Einheitsgebühr finanziert. Darin enthalten sind alle abfallwirtschaftlichen Leistungen, wie z.B. die Nutzung der Wertstoffhöfe, die Restmüll-, Sperrmüll-, Schadstoff- und Altpapierentsorgung sowie ab 2020 auch die Bioabfallsammlung.

Anmeldungen für eine Biotonne nimmt das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung ab sofort entgegen. Dafür steht auf der Internetseite www.cottbus.de/biotonne ein Online-Formular bereit. Außerdem kann die Anmeldung telefonisch unter 0355 612-2753, -2761, -2735, per Fax an 0355 612 13-2903 oder per E-Mail an abfallwirtschaftsamt@cottbus.de erfolgen.

Die Verteilung der Biotonnen erfolgt im November und Dezember 2019. Ab Januar 2020 werden die Tonnen im 14-tägigen Rhythmus entsorgt. Die Entleerungstermine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Hintergrund

Mit Einführung der Biotonne werden die Vorgaben des Kreislaufwirtschafts-gesetzes erfüllt, welches die getrennte Sammlung der Bioabfälle aus privaten Haushaltungen und deren möglichst hochwertige Verwertung verlangt.

Die im Zeitraum 2011/2012 in Cottbus durchgeführte Restabfallanalyse hat ergeben, dass der Restabfall zu fast 50 Gewichtsprozent aus organischen Küchen- und Gartenabfällen besteht. Das sind über 80 Kilogramm organische Abfälle pro Einwohner und Jahr, die derzeit noch in der Müllverbrennungsanlage thermisch verwertet werden. Diese Bioabfälle sollen ab 2020 in der Biotonne gesammelt und in einer Vergärungsanlage im ersten Schritt zu Wärme und Energie und im zweiten Schritt zu hochwertigem Kompost verarbeitet werden. Die getrennte Erfassung des Bioabfalls sorgt somit dafür, dass dessen energetisches Potenzial bestmöglich genutzt wird und wichtige Nährstoffe in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt werden.

(pm)

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