Tarifverhandlungen mit der SZ-Dienstleistungen GmbH im Landkreis Elbe-Elster am 13. März in Finsterwalde

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Gewerkschaft Verdi bestreikt Unternehmen
(Foto: Pixabay/CC0)

Bei den im Juli 2018 aufgenommenen Tarifverhandlungen für die rund 80 Beschäftigten der SZ-Dienstleistungen GmbH im Landkreis Elbe-Elster konnte immer noch keine Tarifeinigung erzielt werden. Die Tarifverhandlungen werden am 13. März 2019 in Finsterwalde fortgesetzt.

Die SZ-Dienstleistungen GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Seniorenzentrum „Albert- Schweitzer“ gGmbH, die wiederum eine Gesellschaft des Landkreises Elbe-Elster ist und in Finsterwalde, in Doberlug-Kirchhain und in Herzberg (Elster) jeweils ein Pflegeheim betreibt. Die SZ-Dienstleistungen GmbH erbringt mit den 80 Beschäftigten die Essenversorgung, die Reinigung und die Wäscheversorgung für die Bewohner der drei Pflegeheime im Landkreis Elbe-Elster. Bei den 80 Beschäftigten handelt es sich überwiegend um Frauen, die in Teilzeit beschäftigt werden.

Die Gewerkschaft ver.di hatte die SZ-Dienstleistungen GmbH schon im Mai 2018 zu Tarifverhandlungen aufgefordert, nachdem sich die Hälfte der Belegschaft in der Gewerkschaft ver.di organisiert hatte. Die Gewerkschaft ver.di strebt mit den Tarifverhandlungen einen Tarifvertrag an, der sich einerseits an dem bestehenden ver.di-Tarifvertrag mit der Muttergesellschaft, der der Seniorenzentrum „Albert-Schweitzer“ gGmbH, sowie an dem neuen Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft im Land Brandenburg, der mit der Paritätischen Tarifgemeinschaft (PTG) abgeschlossen wurde und zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten war, orientiert.

Mit dem neuen Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft im Land Brandenburg erhalten zum Beispiel die Service-Kräfte und Küchenmitarbeiter*innen bei der ASB Altenpflegeheim GmbH in Senftenberg-Brieske seit Januar 2019 bei einer Arbeitszeit von 30 Stunden pro Woche monatlich zwischen 170 EUR bis 300 EUR mehr Entgelt als bei der kommunalen SZ-Dienstleistungen GmbH im Landkreis Elbe-Elster.

„Die Gewerkschaft ver.di fordert, dass sich die Arbeits- und Entgeltbedingungen in der kommunalen Gesellschaft an dem neuen Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft im Land Brandenburg orientieren müssen“, so der ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke. „Die SZ-Dienstleistungen GmbH kann aber auch gleich bei dem Arbeitgeberverband Paritätische Tarifgemeinschaft Mitglied werden, denn dann würde der neue Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft für die SZ-Dienstleistungen GmbH automatisch gelten“, so Ralf Franke weiter.

Die Gewerkschaft ver.di fordert weiterhin, dass der niedrigste Lohn 10,50 EUR pro Stunde nicht unterschreiten darf. Der Stundenlohn von 10,50 EUR entspricht dem ab April 2019 gültigen Vergabemindestlohn bei der Vergabe von öffentlichen Dienstleistungsaufträgen. (pm)

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