#WannWennNichtJetzt läutet Sommer der Solidarität ein

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Menschen in der Menschenmenge
(Foto: Pixabay/CC0)

#WannWennNichtJetzt und #unteilbar läuten den Sommer der Solidarität ein und laden alle Journalist*innen ein, auf den Marktplätzen vorbeizukommen, spannende Geschichten zu hören und mit den Aktiven vor Ort zu sprechen: 20.07. Zwickau, 27.07. Bautzen, 02.08. Gera, 03.08. Cottbus, Annaberg-Buchholz, Müncheberg, 10.08. Plauen, 16.08. Neuruppin, 17.08. Forst, 30./31.08. Grimma, 21.09. Saalfeld, 27.09. Mühlhausen

Auf ihrer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch kündigten die Bündnisse #unteilbar und #WannWannNichtJetzt vielfältige Aktivitäten für den Sommer bis zu den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen an. Auf dem Podium saßen Andrea Röpke (Journalistin und Expertin für die extreme Rechte), Felix Müller (#unteilbar), Kobito (Rapper und Unterstützer von #WannWennNichtJetzt), Sarah Fartuun Heinze (#WannWennNichtJetzt Brandenburg) und Bruno Rössel (#WannWennNichtJetzt Sachsen). 

Den ganzen Sommer über organsiert das Bündnis #WannWennNichtJetzt politische Marktplatzveranstaltungen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. In über zehn Städten gibt es ein umfangreiches politisches und kulturelles Programm. Am 20.07.2019 findet der Tourauftakt in Zwickau statt. Neben anderen Workshops und Lesungen wird es eine Podiumsdiskussion mit Bernd Gehrke, Manja Präkels, Judith Braband und einer Vertreterin von #unteilbar geben, in der es um die Erfahrungen in der DDR und die Frage, wie 30 Jahre nach 1989 ein emanzipatorischer Aufbruch gestaltet werden kann, gehen wird. Robert Claus liest aus seinem Buch “Hooligans”, das die rechten Strukturen in der Fußball- und Kampfsportszene näher beleuchtet. Mit dabei ist auch der Berliner Rapper Kobito: “Die Leute die da Jugendkultur aufrechterhalten haben echt einen schweren Stand. #WannWennNichtJetzt ist ein Projekt, das eine alternative Kultur erlebbar macht”.

“Wir machen #WannWennNichtJetzt weil unsere Gesellschaft immer wieder auf neue Herausforderungen stößt, die wir nur durch gegenseitiges Kennenlernen und ein solidarisches Miteinander lösen können. Mit #WannWennNichtJetzt ermutigen wir alle dazu, im Alltag mehr Toleranz zu zeigen, aktiv zu werden und sich nicht in die Defensive drängen zu lassen. Die breite Unterstützung zeigt uns, dass wir unseren Kampf nicht alleine führen. Am Samstag startet der Sommer der Solidarität in Zwickau und wir werden bis in den Herbst hinein auf Marktplätzen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg selbstbewusst zusammenkommen. Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden ganz konkret unsere Visionen einer anderen Gesellschaft sichtbar machen. Eine Gesellschaft die klimagerecht und feministisch ist, in der niemand Angst haben muss kein Dach über dem Kopf zu haben oder aufgrund von Hautfarbe, Geschlecht oder Sexualität angegriffen oder diskriminiert zu werden.”, erklärt Bruno Rössel von #WannWennNichtJetzt auf der Pressekonferenz. 

Sarah Fartuun Heinze ergänzt: “#WannWennNichtJetzt bedeutet: wir sind nicht immer mehr, aber jetzt ist die Zeit zu handeln. Es ist wichtig, dass wir uns gerade für die Zeit nach den Landtagswahlen vernetzen, neue Bündnisse knüpfen und es ist schön, dies an selbst gestalteten Begegnungsorten zu beginnen. Wir organisieren uns, um Städte zu schaffen in denen sich alle Menschen frei bewegen können und nicht bedroht werden. Wir wollen Orte in denen Busse fahren, Kultureinrichtungen kostenfrei sind und wir solidarisch miteinander handeln.”

In vielen Regionen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen konnte die AfD große Wahlerfolge erzielen, nicht zuletzt, weil ihr immer wieder eine Bühne geboten wird und rassistische Positionen salonfähig gemacht und verharmlost werden. “Als Journalistin plädiere ich dafür unseren Umgang mit der AfD zu überdenken. Nicht mit den Rechten reden sondern mit denen, die sich engagieren. Wir stehen für Demokratie, Vielseitigkeit und Weltoffenheit”, erklärt Andrea Röpke. 

Am 24.08.2019 mobilisiert das Bündnis #unteilbar zu einer bundesweiten Demonstration nach Dresden. Über 300 Organisationen haben den Aufruf unterzeichnet. Auch #WannWennNichtJetzt wird mit einem eigenen Block auf der Demo vertreten sein. Felix Müller von #unteilbar erklärt das Anliegen des Bündnisses: “Während höchste Staatsbeamte Rassismus bagatellisieren, die Klimakrise unbeantwortet bleibt und die Hälfte des Monatseinkommens für die Miete draufgehtoder Menschen zwei Stunden brauchen, um einen Arzt zu erreichen, verteidigen wir das Recht unterschiedlich zu sein. Wir sind unteilbar und organisieren einen Sommer der Solidarität. Wir wollen eine Gesellschaft in der alle frei von Angst und selbstbestimmt leben können.”

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