#WannWennNichtJetzt — neun Konzerte für eine offene und solidarische Gesellschaft in Ostdeutschland

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Konzert
(Bild: Pexels auf Pixabay)

In neun Städten in Ostdeutschland organisieren Akivist*innen vor den anstehenden Landtagswahlen Konzerte und Begegnungsorte auf Marktplätzen. Unter dem Hashtag #WannWennNichtJetzt ist ab Juli bis Mitte September eine Marktplatz- und Konzerttour durch Thüringen, Brandenburg und Sachsen geplant – darunter in Plauen, Zwickau, Cottbus und Saalfeld.

Die vor allem im ländlichen Raum wohnenden Aktist*innen wollen zeigen, dass es in ihren Städten viele widerständige, vielfältige, solidarische und offene Projekte gibt. Sie dulden nicht, dass gerade im Vorfeld der Landtags- und nach den Kommunalwahlen rechte Hetze den Raum bestimmt. Neben den Konzerten wird es auch ein umfangreiches, selbstorganisierte und kostenfreies Bildungs- und Kulturangebotangebot geben.

Startpunkt der Kampagne ist der 1. Mai. #WannWennNichtJetzt beteiligt sich an an den Gegendemonstrationen “Alles muss man selber machen” in Erfurt,  “Unsere Solidarität ist unteilbar” in Cottbus und der antifaschistischen Kundgebung in Plauen, um gemeinsam mit Menschen vor Ort eine linke Antwort auf die soziale Frage auf die Straße zu tragen und sich den Rechten entgegenzustellen.

“Wir sind am 1. Mai in Erfurt weil wir klarstellen wollen, dass die soziale Frage nicht weiterhin von rechts bespielt werden darf. #WannWennNichtJetzt macht die soziale Frage praktisch – wir schaffen ein Bildungs- und Kulturangebot für alle, insbesondere auch für diejenigen, deren Zugang dazu meist aufgrund sozialer Ungerechtigkeiten erschwert wird”, erklärt Till Facius von #WannWennNichtJetzt Thüringen.

Für #WannWennNichtJetzt Brandenburg ergänzt Sarah Fartuun Heinze: “Wir möchten in einer solidarischen und offenen Gesellschaft leben, in der Menschenrechte unteilbar und vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind. Dafür müssen wir kämpfen, denn dieses Ziel ist noch lange nicht erreicht. In einer solidarischen Gesellschaft müssen flüchtende Menschen nicht auf dem Mittelmeer ertrinken und Menschen werden nicht durch unverhältnismäßige Mieterhöhungen immer wieder aus ihren Wohnungen verdrängt. Wir sind jetzt schon viele, die sich einsetzen: Auch in Cottbus sind Menschen aktiv, die sich zur Wehr setzen gegen Diskriminierung, Kriminalisierung und Ausgrenzung.”

“In Plauen zeigt sich ein Problem mit Rassismus und Nationalismus konkret auf der Straße. Dieses besteht aber eben nicht nur hier oder in den Neuen Bundesländern, sondern in der gesamten Gesellschaft und weltweit. Deshalb möchten wir heute zeigen, dass es auch hier viele Menschen gibt, die sich nicht einschüchtern lassen und weiterhin für einen emanzipatorischen Gesellschaftsentwurf streiten werden” schließt Lena Kittler von #WannWennNichtJetzt Sachsen. (pm)

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